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Eva Maria Kentner

Vita
1929
geboren in Ulm/Donau

1949 Abitur

1950-51
Buchhändlerlehre bei der Oslander´schen Buchhandlung Tübingen
Parallel dazu Vorlesungen in Germanistik

1951-52
Assistentin für Bühnenbild und Kostüm an den Städtischen Bühnen in Ulm

1952-54
Studium Kostüm und Mode an der Textilingenieurschule in Krefeld
Kunstgeschichtliche Vorlesungen bei Georg Muche

1954-55
Studium an der Académie Julien, Paris

1955
Heirat mit Rudolf Schoofs

1977
Drei Monate Arbeitsaufenthalt in der Villa Romana, Florenz

ab 1978
Lehrauftrag an der Bergischen Universität (Gesamthochschule) Wuppertal,
Fachbereich Kommunikationsdesign

1993
Honorarprofessur an der Bergischen Universität, Wuppertal

1994
Erster Aufenthalt in Litauen. Es entsteht die Idee, für das M.K. Clurlionis-
Nationale Kunstmuseum in Kaunas eine Sammlung "Kunst der Gegenwart
Deutscher Künstler- Arbeiten auf Papier" zusammen zu tragen und dem
Museum als Schenkung zu übergeben.

1997
Entstehung der Sammlung "Kunst der Gegenwart deutscher Künstler-Arbeiten
auf Papier"

1996-99
Vorlesungen an der Kunstakademie in Vilnius
Lebt in Wuppertal und in Frankreich (Dordogne)

Ausstellungen
1965 Krefeld, Kulturamt

1966 Ulm, Museum

1967 Dortmund, Museum am Ostwall

1971 Göttingen, Städtisches Museum

1973 Köln, Galerie Klang

1974 Wuppertal, Galerie Marion Gricic-Ziersch

1977 München, Galerie Angst & Orny
Witten, Märkisches Museum
Augsburg, Galerie Beck

1978 Solingen, Klingenmuseum

1979 Wuppertal, Von-der-Heydt-Museum

1980 Frankfurt, Galerie Meyer-Ellinger
Köln, Galerie Wiegand

1981 Karlsruhe, Kunsthandel Helga Paepcke
Stuttgart, Galerie Manus Presse

1982 Regensburg, Galerie Marion Gricic-Ziersch

1989 Köln, Galerie Wiegand

1990 Stuttgart, Galerie Manus Presse

1991 Schwelm, Kunstverein Haus Martfeld

1995 Vilnius, Litauen, Galerie Langas
Wuppertal, Kunst in der Sparkasse
München, Kunsthandel Marion Gricic-Ziersch

1996 Kaunas, Kunstgalerie Siaulilai, M.K.Ciurlionis Museum

1998 Luxemburg, Europäischer Gerichtshof

1999 Vilnius, Litauen, Galerie der Kunstakademie
Kaunas, Staatliches Kunstmuseum M.K. Ciurlionis

2001 | 02 Wuppertal, Galerie Epikur "Frühe Arbeiten 1964-1970"
Wuppertal, Von-der-Heydt-Museum "Botanischer Garten"

2003 Schwelm, Kunstverein Haus Martfeld "Kosmos"

2007 Paris, art et littérature
Gevelsberg, Galerie Villa Hühn

Landschaftliches, 1996. Öl auf Leinwand, 111 x 70,5 cm. Euro  3.900,-Landschaftliches, 1996. Öl auf Leinwand, 111 x 76 cm. Euro  3.900,-Landschaftliches, 1996. Öl auf Leinwand, 111 x 71 cm. Euro  3.900,-
Landschaftliches, 1996. Öl auf Leinwand, 111 x 71 cm. Euro 3.900,-Landschaftliches, 1996. Öl auf Leinwand, 110,5 x 70,5 cm.	Euro  3.900,-Landschaftliches, 1996. Öl auf Leinwand, 111 x 71 cm. Euro  3.900,-
Landschaftliches, 1996. Öl auf Leinwand, 151 x 111 cm. Euro  6.500,-Landschaftliches, 1996. Öl auf Leinwand, 151 x 111 cm. Euro  6.500,-Landschaftliches 1994. Öl auf Leinwand, 101 x 90 cm. Euro  3.900,-
Landschaftliches, 1993. Öl auf Leinwand, 90 x 81 cm. Euro  3.200,-Landschaftliches, 1992. Öl auf Leinwand, 66 x 81 cm. Euro 2.900,-Landschaftliches, 1992. Öl auf Leinwand, 87 x 96 cm. Euro  3.200,-
Botanisches, 2003. Öl auf Leinwand, 47 x 52 cm. Euro 2.800,-Botanisches, 2005. Öl auf Leinwand, 45 x 50 cm. Euro 2.800,-Botanisches, 2007. Öl auf Leinwand, 40 x 55 cm. Euro 2.800,-
Botanisches, 2003. Öl auf Leinwand, 45 x 50 cm. Euro 2.800,-Botanisches, 2001. Öl auf Leinwand, 65 x 50,5 cm.	Euro 3.500,-Botanisches, 2008. Öl auf Leinwand, 60 x 60 cm. Euro 3.500,-

 


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Die Kunst Kentners
Eva Maria Kentner, Malerin, arbeitet seit 1960. Die Arbeiten lassen sich chronologisch als Folge von Werkgruppen beschreiben: Am Anfang stehen Mitte der 60er Jahre Aquarelle. Aus diesen entstehen kleinformatige, abstrakte Ölmalereien "Landschaftliches", die zur ersten Gruppe von "Wolken- und Meerbildern" führen. Um 1970 treten gegenständliche Motive hinzu. Mit den "Kakteen-Bildern" wird der Werkkomplex der gegenständlichen Stilleben eröffnet. Parallel dazu malt Eva Maria Kentner Landschaftsstrukturen, realistisch anmutende "Wolken- und Meerbilder"


Wissenswertes

Hohe Auszeichnung in Litauen für Prof. Schoofs-Kentner
Medien-Information, Bergische Universität Wupperta
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Prof. EVA-MARIA SCHOOFS-KENTNER, Wuppertaler Künstlerin und Honorarprofessorin der Bergischen Universität im Fachbereich Design und Kunst (Fachgebiet Naturstudium) ist für ihre Verdienste um den kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern mit dem Verdienstorden der Republik Litauen ausgezeichnet worden. Frau Schoofs-Kentner nahm die Auszeichnung bei einem Festakt anlässlich des litauischen Unabhängigkeitstages im Nationaltheater in der Hauptstadt Vilnius aus den Händen des litauischen Staatspräsidenten VALDAS ADAMKUS entgegen. Prof. Schoofs-Kentner, nicht nur selbst als bildende Künstlerin aktiv, sondern intime Kennerin zeitgenössischer Kunst, hatte sich – beflügelt durch mehrere Besuche in Vilnius und Kaunas und eine Ausstellung eigener Werke 1995 und 1996 – seit Mitte der 90er Jahre dafür eingesetzt, deutsche Kunst in Litauen zu präsentieren.Es entstand dann die Idee einer Sammlung mit Arbeiten auf Papier deutscher zeitgenössischer Künstler für das nach dem Komponisten und Maler Mikalojus Konstantinas Ciurlionis benannten Nationalmuseum in Kaunas, mit 415.700 Einwohnern zweitgrößte Stadt Litauens, 100 km von der Hauptstadt Vilnius entfernt. Es gelang Frau Schoofs-Kentner, viele namhafte deutsche Künstler zu überzeugen, für die Sammlung eigene Werke zu stiften. So entstand eine Sammlung gegenwärtiger deutscher Kunst namhafter Künstler – von Beuys über Staeck bis Uecker - , die seither im Nationalen M. K. Ciurlionis-Museum in Kaunas als Dauerausstellung gezeigt wird. Bevor die Sammlung mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Deutschen Botschaft in Litauen 1997 an das Museum in Kaunas übergeben wurde, zeigte das vVon der Heydt-Museum die Sammlung in der Kunsthalle Barmen. Zur Ausstellungseröffnung erschien der litauische Botschafter. Prof. Schoofs-Kentner erntete für ihre Initiative große Begeisterung. Der damalige Staatspräsident VYTAUTAS LANDSBERGIS schrieb in seinem Grußwort für den Ausstellungskatalog: „Idee und Energie von Frau Eva-Maria Schoofs-Kentner waren dafür ausschlaggebend, dass die zeitgenössischen deutschen Künstler ein kostbares Kulturgeschenk an Litauen gestiftet haben.“ Museumsdirektot OSWALDAS DAUGELIS schrieb, die von deutschen Künstlern geschenkte Sammlung sei für künftige Generationen Symbol kultureller Zusammenarbeit und menschlicher Beziehungen.


Zusammenfassung eines Interviews, das die Galerie Villa Hühn mit Frau Kentner geführt hat

Eva Maria Kentner-Schoofs ist eine vielfach ausgebildete und in vielen Berufen beschlagene Frau: Zuletzt mittlerweile emeritierte Kunstprofessorin an der Bergischen Universität Wuppertal und im In- und Ausland erfolgreiche Malerin. Das besondere Talent für Freundschaft, das allem zugrundeliegt, hat sich in den letzten Jahren als besonderes Talent auch für Völkerfreundschaft erwiesen. Sie initiierte und organisierte eine Sammlung von 124 Arbeiten auf Papier zeitgenössischer deutscher Künstler, die sie dem litauischen Nationalen M.K. Ciurlionis-Kunstmuseum in Kaunas 1997 überreichte. Dafür wurde ihr Anfang März dieses Jahres von Litauens Präsidentem Valdas Adamkus der Verdienstorden des litauischen Staates verliehen.

Frau Kentner stellte sich gutwillig einigen neugierigen Fragen, die sie immer zurückhaltend beantwortete, wenn es um ihren persönlichen Einsatz und ihre eigene Leistung ging, leidenschaftlich und engagiert, sobald die Rede auf ihr Herzensanliegen, die Kunst, kam.

1995 sei sie auf Einladung des deutschen Botschafters in Litauen dorthin gereist und sofort von Land und Leuten begeistert gewesen, der allgemeine Grad von Kultiviertheit und Bildung habe sie sofort angesprochen. Das Land Litauen war für Frau Kentner-Schoofs Liebe auf den ersten Blick. Ähnlich sei es ihr im Nationalen M. K. Ciurlionis-Museum gegangen. Die Werke des Komponisten und Malers Mikalojus Konstantinas Ciurlionis fanden bei ihr unmittelbare und spontane Resonanz. Er sei „total spirituell [gewesen], der hat ja in einer ganz anderen Dimension gelebt.“ Dieser Mann und dieses Museum haben sie sofort fasziniert. Spontan habe sie dem Direktor des Museums, Osvaldas Daugelis, versprochen: „Für Sie mache ich eine Sammlung“. Dieser habe nur gelächelt. Arbeiten auf Papier sollten es sein, dieses seien traditionelle Freundschaftsgaben von Künstlern an Künstler. Papierarbeiten seien immer „sehr sensibel“. Öl wollte sie nicht verlangen.

Als sie dann wieder in Deutschland gewesen sei, hatte sie ihre Idee zunächst völlig vergessen, bis ihr dann eingefallen sei: „Du hast ja etwas versprochen.“ Sofort ist sie dann ans Werk gegangen. Sie habe eine Liste gemacht, von allen, die sie für wichtig und bedeutend gehalten habe. Zugute kam ihr dabei ihre lebenslange Beschäftigung mit Kunst, ihre eigene Arbeit als Malerin. Selber Teil des deutschen Kunstlebens konnte sie auf eine Vielzahl persönlicher Kontakte zurückgreifen. Sie habe die von ihr Ausgewählten angerufen und sei fast ausschließlich auf sofortige und positive Resonanz gestoßen. Einige Maler hätten sich sogar bei ihr bedankt, zu dieser Sammlung beitragen zu können. Insgesamt habe sie auf ein hohes Niveau geachtet. „Kunst ist für mich die Freiheit. Kunst war für mich immer das Höchste.“

Daß es ihre Auswahl war, darauf legt Frau Kentner-Schoofs besonderen Wert. Zustandegekommen ist so ein einmaliger Querschnitt durch das Kunstschaffen der Nachkriegszeit beider Deutschlands bis in die Gegenwart mit Künstlern wie Joseph Beuys, Emil Schumacher, Felix Droese, Ulrich Erben, Johannes Heisig, Jochen Gerz, Horst Janssen, A. R. Penck, Bernhard Schultze, Klaus Staeck, Günther Uecker; insgesamt 124 Arbeiten von 62 Künstlern. Daß auch der jüdische, im Konzentrationslager Lublin-Majdanek ermordete Maler Otto Freundlich mit einem Holzschnitt vertreten ist, ist kein Zufall. Er steht symbolisch für das belastete Erbe der Vergangenheit, auf dem die deutsche Kunst aufbauen muß. „Das fand ich so wichtig, weil er eben ein Opfer war. – Geschichtlich war das wichtig, als Erinnerung, als Symbol.“

Wert habe sie auch darauf gelegt, daß sowohl Künstler aus alten und neuen Bundesländern vertreten seien. Das sei 1995 durchaus noch keine Selbstverständlichkeit gewesen. Sie sei dann selber zu den Künstlern gefahren und habe die Sachen abgeholt.

Auch für die Erstellung eines Katalogs hat sich Frau Kentner-Schoofs persönlich eingesetzt. Sie hat Sponsoren geworben, die sofort und spontan zugesagt hätten. Damit war aber ihr Engagement keinesfalls beendet. Vor der Übergabe der Sammlung ist diese dann noch 1997 vom Von der Heydt-Museum im Haus der Jugend in Barmen ausgestellt worden. Zur Eröffnung kamen der Museumsdirektor Daugelis aus Kaunas und der litauische Botschafter in Bonn.

Über den Orden habe sie sich gefreut.

 


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